Der Grund dafür ist nicht das sie auf einmal keine Krabben oder Tangläufer mehr mögen, vielmehr ist es das Überangebot und massenhafte Vorkommen der Ringler. Nun denken vielleicht manche Fliegenfischer:,,Genau dann muss ich an der Küste sein." Ich glaube aber nicht das dieser Umstand das Fischen positiv beeinflusst, eher im Gegenteil. Die Frage ist ja:,,Fällt meine Wurmfliege denn überhaupt in der Masse schwärmender Ringelwürmer auf???" Ich denke eher nicht wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Mehr Sinn macht es die Wurmfliege etwas vor oder nach dem Massenschwärmen zu fischen, und währrend dessen auf ein Muster zu setzen das ein ganz anderes Beuteschema darstellt. Wenn ich vereinzelnt ein paar Würmer entdecke ist die Wurmfliege meine erste Wahl.
Wurmfliegen können als Tandem, also mit 2 Haken, oder auf einen Einzelhaken gebunden werden. Bei der Tandem-Fliege ist der Vorteil das auch ,,spitz" beissende Meerforellen besser gehakt werden können. Den Nachteil, je nach dem wie üppig die Fliege gebunden ist, sehe ich im Wurfverhalten. Daher fische ich lieber Fliegen, die auf einen Einzelhaken gebunden sind. Auch sie lassen sich mit einem langen Marabouschwanz lebhaft durch Wasser ziehen und besser werfen. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, das ein zweiter Haken gar nicht nötig ist. Selbst kleinere Meerforellen nehmen diese Fliege sehr energisch.
Auf einen langschenkligen Haken der Gr. 2 - 4,
- braunem Marabouschwanz
- braunem Dubbing
- Rippungsdraht (Kupfer)
- mit oder ohne Goldkopf gebunden, habt Ihr ein ganz heisses Muster für das Frühjahr.Dieser Fliege, in langsamen, grossen Zügen eingeholt, kann keine Meerforelle widerstehen.
In diesem Sinne, ran an die Würmer
Marc

